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ASA | Das exklusive Interview

Geboren in Frankreich, hat sich Asa in Nigerias Hauptstadt Lagos unter dem Einfluss von Old-School-Soul zur Musikerin entwickelt. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum von 2007 ist ein weltweiter Erfolg gewesen und wurde mit dem renommierten französischen Musikpreis Prix Constantin ausgezeichnet. Seitdem hat sie zwei weitere Studioalben veröffentlicht, sich zur international anerkannten Künstlerin entwickelt und Konzerte auf der ganzen Welt gespielt. Kurz vor ihrer Show auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg hat sie What the France ein Interview in Berlin gewährt.

Vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben– könnten Sie sich und Ihren Musikstil kurz vorstellen?

Mein Name ist Asa, ich bin eine nigerianische Sängerin und Songwriterin, die Folk- und Popmusik mischt. Meine Songs handeln von Liebe, Menschen und wie man die Welt verändert.

Sie sind in Paris geboren aber haben dort nur 2 Jahre gelebt, bevor Ihre Familie nach Nigeria zurückkehrte. Dann sind Sie 2004 erneut nach Frankreich gekommen, wo dann Ihre musikalische Karriere begann. Würden Sie sich als französische oder nigerianische Sängerin bezeichnen?

Meine Karriere begann eigentlich in Lagos, wo ich herkomme, und ich fühle mich meinen nigerianischen Wurzeln sehr nahe. Aber Paris spielte in meiner Karriere eine sehr wichtige Rolle und ich betrachte diese Stadt als ein zweites Zuhause. Der Aufenthalt in Paris hat meine Musik wirklich geprägt und diese vielfältige, weltoffene Stadt hat meine internationale Karriere geprägt.

Ihr viertes Album, „Lucid“, erscheint nächsten Monat und dreht sich hauptsächlich um Liebe. Welche Botschaft möchten Sie damit vermitteln?

Für „Lucid“ habe ich mich von meinen eigenen Erlebnissen in der Liebe inspirieren lassen. Aber ganz allgemein entschied ich mich, Songs zu schreiben, weil ich das Gefühl hatte, nicht allein zu sein: Mein Ziel ist es immer, für andere Menschen zu sprechen.

Sie reisen sehr oft zwischen Europa, Afrika und Amerika. Welche Rolle spielen diese Reisen in Ihren Songs?

Natürlich ist es ein Traum, auf der ganzen Welt aufzutreten. Vor einigen Monaten war ich in den USA und durchquerte das ganze Land von Nashville nach New York, wo ich mich wirklich für mein neues Album inspirieren ließ, indem ich während der gesamten Reise amerikanische Popsongs im Radio hörte. Auch wenn ich in Paris bin, habe ich mich von alltäglichen, teils sehr lustigen Situationen des Alltags inspirieren lassen: Ich mag es, Momente festzuhalten. Schreiben ist für mich die beste Art, Erinnerungen zu schaffen. Manchmal singe ich ganz spontan und impulsiv besser als in einem Aufnahmestudio!

Sie sind mit dem Vorgänger-Album „Bed of Stone“ schon um die Welt getourt. Passen Sie Ihre Show an die kulturell jeweils sehr unterschiedliche geprägten Konzertgäste jeweils an, falls ja, dann wie ?

Ich werde immer sehr emotional, wenn ich merke, dass Menschen aus sehr unterschiedlichen Ländern meine Songs kennen: Es erinnert mich daran, dass die Musik keine Grenzen kennt! Paradoxerweise finde ich das japanische Publikum nicht so anders als das amerikanische: Beide kommen aus dem gleichen Grund zu meinen Konzerten, und ich kann wirklich sagen, dass sie alle durch die Songs vereint sind.

Vielen Dank, ASA!

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The Reeperbahn festival is an international event, held from September 18 to 21, 2019. Jetzt hören