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Apr 19, 2021

João Selva | Neues Album „Navegar“

João Selvas zweites Soloalbum Navegar, das am 2 April veröffentlicht wurde, ist ein wahres Loblied auf die Creole-Kultur und den Tropicalismo.

Das Album Navegar strotzt nur so vor Klangfarben aus Funk, Jazz und Disco und nimmt die Form eines ausgelassenen Reisetagebuchs an, bei dem Selva auf KünstlerInnen wie Flavia Coelho oder den Multiinstrumentalisten Bruno Patchworks (The Dynamics, David Walters) trifft und mit ihnen komplett frei und ungebunden auf dem Black Atlantic segelt.

Eine Reise um die Welt

Der Sohn eines Pastors aus Ipanema liebt die Popmusik seiner Heimat und hat schon auf seinem 2017 erschienenen Album Natureza die Extase der brasilianischen Rhythmen mit musikalischen Ausdrucksformen wie Jazz, Disco und Funk zusammengeführt. Das zweite, sehr passend betitelte Album Navegar ist eine Reise zur Sonne, die auf den mysteriösen Pfaden des Black Atlantic von Joãos Geburtsort bis zum brasilianischen Nordeste führt. Auf dem Weg dorthin stattet der Künstler der Karibik, den Kapverden und Angola einen Besuch ab, folgt den unwiderstehlichen Rhythmen von Forró, Kompa, Funaná oder Semba und entdeckt die kulturellen Bande zwischen diesen Orten.

Hoffnung und Optimismus

Die Texte sind angesichts der desaströsen sozio-politischen Lage in Brasilien von einer Botschaft der Resilienz und Toleranz erfüllt. Songs wie „Tudo vai dar pé“ oder „Camará“ sind so etwas wie Oden für den Glauben an bessere Zeiten. Viele der Texte handeln aber auch von der Liebe, manchmal in ihrer körperlichen Form wie „Devagar“ oder „Meu Mondo“, manchmal aber auch in universeller Form wie „Meu mano“ mit Gastsängerin Flavia Coelho. Die Texte sind poetisch und naiv gehalten wie in „Se você“ und verankert im fantastischen Realismus der großen Autoren Südamerikas.

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