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Jun 11, 2020

Meryem Aboulouafa | Entdecken Sie ihr Debütalbum!

Schon in den ersten Sekunden von „The Friend“ werden Sie vom Blitz getroffen. Sie werden eine neue Stimme voller Leidenschaft entdecken, die Sie umarmt und nie wieder loslässt. Eine dieser beunruhigenden Stimmen, die Sie nicht vergessen werden. Meryem Aboulouafa ist eine der großen Entdeckungen dieses Jahres. Ihr Debütalbum Meryem ist am 29. Mai erschienen.

Die in Casablanca geborene Künstlerin hat sehr angefangen, Musik zu machen. Dank Ihrem Vater entdeckt sie die Rockklassiker wie The Beatles, The Rolling Stones und Pink Floyd sowie die Granden des französischen Chansons wie Piaf, Brel und Brassens.

Während sie Unterricht in Musiktheorie und Geige besucht, schreibt sie viel, um ihre innere Unruhe zu bändigen. Alleine auf der Gitarre bringt sie ihre ersten Lieder zur Welt. Dank einiger Begegnungen öffnen sich Türen für sie. Sie gewöhnt sich an das Studio, akzeptiert eine komplexere Instrumentierung und beginnt auch, live aufzutreten. Manu Barron, Labelchef von Animal63, entdeckt sie. Er schlägt ihr vor, bestimmte Stücke zu bearbeiten und neu aufzunehmen. So lernte sie die Leute kennen, die mit ihr bei der Entstehung ihres ersten Albums zusammengearbeitet haben: Keren Ann, Para One, Ojard.

Ein bezauberndes und gelungenes Debütalbum

Aus Meryems erster Session mit Ojard wurde das Stück „Say The Truth And Run“ geboren, dessen lyrische Kraft das Tempo des Albums vorgibt. Alle Mitarbeiter haben neun Monate im Pariser Studio von Para One verbracht, um ein Projekt zu entwickeln, das sowohl das Potenzial ihrer gegenseitigen Ergänzungen als auch ihrer Unterschiede unterstreicht. „Para One bringt eine kinematografische Dimension, die zu mir passt, weil ich meine Texte und meine Musik sehr visualisiere„, erklärt Meryem, „bei Ojard geht es mehr um Melodie, Orchestrierung und die Entwicklung von komplexen und harmonischen Klängen.

Dem Album Meryem gelingt es, klassische sowie elektronische Klänge zu vereinen. Auf „Je me promets“ und „Deeply“ wird das Klavier kaum durch elektronische Beats gestört, während „Fighting“ sich durch einen seidigen Groove auszeichnet. Dieses Album wäre nichts ohne Meryem Aboulouafas Stimme und introspektiven Texten, in denen die Künstlerin sich selbst in Frage stellt und ihre Gefühle teilt. So thematisiert sie die Frage des muslimischen Gebets und seiner poetischen Gesten in „The Friend“ oder die Komplexität der menschlichen Seele in „Deeply„. Das arabischsprachige Stück mit dem Titel „Je me promets“ handelt von Liebe und Selbstakzeptanz. Im Rest des Albums erlaubt wiederum die englische Sprache Meryem, Abstand von persönlichen Themen zu nehmen.

Die Frau und die Künstlerin stellen sich vielleicht immer noch Fragen –  aber die Antworten, die Meryem gibt, reichen aus, um uns glücklich zu machen.

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